KI-generierte Magazinszene mit BERNINA B 500, botanischer Stickerei und personalisierter Leinentasche.

BERNINA B 500: Präzise Stickmaschine für kreative Projekte

Die BERNINA B 500 konzentriert sich ganz aufs Sticken: mit Freiarm, Zweipunkt-Platzierung, kräftigem B9-Greifer und viel Kontrolle für anspruchsvolle Projekte.

Ärmel, Taschen und geschlossene Textilien besticken, ohne versehentlich die Rückseite mitzufassen: Genau hier zeigt die BERNINA B 500, warum eine spezialisierte Stickmaschine mehr sein kann als eine Nähmaschine mit angesetztem Modul. Sie konzentriert sich vollständig auf Maschinenstickerei und verbindet einen echten Freiarm mit präziser Motivplatzierung, ruhigem Lauf und einer breiten Auswahl kompatibler Rahmen.

Die B 500 ist besonders interessant, wenn du bereits gern nähst und das Sticken als eigenen kreativen Arbeitsplatz aufbauen möchtest. Wir haben Ausstattung, Lieferumfang und Alternativen anhand aktueller Hersteller- und Produktdaten geprüft. Ein eigener Langzeittest steht noch aus.

Transparenz: sockshype und Make ma! sind Angebote der Make ma GmbH. Die BERNINA B 500 sowie die genannten Vergleichsmaschinen werden bei Make ma! angeboten. Preise und Verfügbarkeit wurden am 7. September 2026 geprüft.

BERNINA B 500 mit Stickmodul beim Besticken eines geschlossenen grauen Textils am Freiarm.
Der Freiarm eröffnet Projekte, die auf einer klassischen flachen Stickeinheit deutlich umständlicher einzuspannen sind. Bild: BERNINA®

Die BERNINA B 500 in Kürze

  • reine Einnadel-Stickmaschine mit Stickmodul M und Smart Drive Technology
  • bis zu 1.000 Stiche pro Minute
  • 275 integrierte Stickmotive und acht Stickalphabete
  • 4,3-Zoll-Farb-Touchscreen
  • Freiarmsticken mit kompatiblen Stickrahmen
  • Zweipunkt-Platzierung für exakt ausgerichtete Motive
  • automatischer Fadenabschneider sowie Ober- und Unterfadenwächter
  • von vorn zugängliche Jumbo-Unterfadenspule
  • Übertragung eigener Motive per USB-Stick

Die großen Vorteile der BERNINA B 500

Freiarmsticken macht geschlossene Projekte zugänglicher

Beim Freiarmsticken wird ein schlauchförmiges Textil um den freien Maschinenarm geführt. Dadurch lassen sich Ärmel, schmale Hosenbeine, Kinderkleidung oder bereits zusammengenähte Taschen besticken, ohne eine zweite Stofflage in den Stickbereich zu legen. Das ist kein grenzenloses Versprechen: Öffnung, Projektform und Rahmen müssen weiterhin zusammenpassen. Für viele Personalisierungen ist der Freiarm trotzdem ein handfester Vorteil.

Zweipunkt-Platzierung statt Hoffen und Nachmessen

Du markierst zwei Bezugspunkte auf dem Stoff und ordnest ihnen zwei Punkte im Motiv zu. Die B 500 kann das Design daraufhin verschieben, drehen und innerhalb der zulässigen Grenzen skalieren. Das ist besonders nützlich bei Schriftzügen entlang einer Kante, Monogrammen auf Taschen oder Motiven, die exakt zu einer vorhandenen Naht sitzen sollen. Die Funktion ersetzt sorgfältiges Einspannen nicht, reduziert aber das Risiko einer sichtbar schiefen Platzierung.

Weniger Unterbrechungen bei längeren Motiven

Der B9-Greifer arbeitet mit einer großen, von vorn eingesetzten Unterfadenspule. Zusammen mit bis zu 1.000 Stichen pro Minute, Fadenwächtern und automatischem Schneiden kann das den Ablauf bei dichten oder farbintensiven Designs spürbar beruhigen. Sprungstiche lassen sich abhängig von Motivdatei und Einstellung automatisch schneiden. Gute Digitalisierung, passendes Vlies und korrekt gewählte Nadel bleiben dennoch entscheidend für ein sauberes Ergebnis.

Bedienung des Farb-Touchscreens der BERNINA B 500 mit einem Eingabestift.
Motive lassen sich direkt am Farbdisplay positionieren, kombinieren, spiegeln und skalieren. Bild: BERNINA®

Die BERNINA B 500 im Video

Im Video zeigen Marit und Mark die BERNINA B 500 ausführlich in der Anwendung. Du siehst unter anderem Bedienung, Stickmodul, Freiarm und wichtige Funktionen im realen Arbeitsablauf – eine sinnvolle Ergänzung zu den technischen Daten dieses Beitrags.

BERNINA B 500 im ausführlichen Make-ma!-Video mit Marit und Mark.

Stickfläche: unterstützt ist nicht automatisch enthalten

Das Stickmodul M unterstützt mit dem optionalen Midi-Rahmen bis zu 265 × 165 mm. Der lange Mega-Rahmen ermöglicht bis zu 400 × 150 mm. Im aktuellen Make-ma!-Angebot sind jedoch der große ovale Rahmen mit 255 × 145 mm und der mittlere Rahmen mit 130 × 100 mm enthalten. Wer die maximale Fläche nutzen möchte, muss deshalb den passenden optionalen Rahmen zusätzlich einplanen.

Der breite Durchgang von 220 mm rechts der Nadel schafft Platz für Jacken, Taschen und größere Stoffteile. Gleichzeitig benötigt das vollständige System mit Stickmodul eine ausreichend tiefe, stabile Arbeitsfläche. Vor dem Kauf lohnt es sich, den vorgesehenen Tisch auszumessen – nicht nur die Maschine allein.

BERNINA B 500, Brother NV880E oder bernette b70 DECO?

Im Segment reiner Einnadel-Stickmaschinen ist die B 500 die höher positionierte Option. Zum Prüfzeitpunkt kostete sie 2.199 Euro. Die Brother Innov-is NV880E mit WLAN und LED-Pointer lag bei 1.709 Euro, die bernette b70 DECO mit drei Stickrahmen bei 1.499 Euro. Der Mehrpreis der B 500 ergibt nur dann Sinn, wenn du ihre besonderen Funktionen tatsächlich nutzt.

MaschineStickbereichIhre stärksten ArgumenteWichtige Abwägung
BERNINA B 500bis 265 × 165 mm, optional 400 × 150 mmFreiarm, Zweipunkt-Platzierung, 1.000 Stiche/Min., Jumbo-Unterfadenspulehöherer Preis; größte Rahmen sind optional; kein integriertes WLAN
Brother NV880E260 × 160 mmdrei Rahmen, WLAN-Übertragung, LED-Pointer, 13 Schriftarten850 Stiche/Min.; anderes Platzierungskonzept
bernette b70 DECO260 × 160 mmdrei Rahmen, 5-Zoll-Display, USB, Videokurs und günstigerer Einstiegweniger integrierte Motive und Alphabete; Funktionen stärker auf das Wesentliche konzentriert

Für präzises Freiarmsticken und möglichst wenig Unterbrechungen hat die B 500 das klarste Profil. Die Brother NV880E ist attraktiv, wenn kabellose Motivübertragung und ein vielseitiger Lieferumfang wichtiger sind. Die bernette b70 DECO bietet viel Stickfläche und drei Rahmen zu einem niedrigeren Preis. Ein allgemeiner Sieger wäre deshalb irreführend – die richtige Wahl hängt von deinen häufigsten Projekten ab.

Für wen lohnt sich die BERNINA B 500?

  • Für eine separate Stickstation: Während die B 500 stickt, bleibt deine Nähmaschine für den nächsten Arbeitsschritt frei.
  • Für Kleidung und Taschen: Freiarm und Punktplatzierung helfen bei geschlossenen oder exakt auszurichtenden Projekten.
  • Für ambitionierte Personalisierung: Monogramme, Bordüren und Rahmendesigns lassen sich direkt an der Maschine bearbeiten.
  • Für Nutzer, die Ruhe im Ablauf schätzen: Jumbo-Spule, Fadenüberwachung und Fadenschneider reduzieren manuelle Unterbrechungen.

Weniger passend ist sie, wenn du nur eine Maschine aufstellen möchtest und damit auch normale Nähte nähen willst. Sie näht ausschließlich Stickmotive. Wer Designs bevorzugt drahtlos überträgt, findet bei der B 500 ebenfalls kein integriertes WLAN; eigene Dateien gelangen per USB-Stick auf die Maschine. Für Kleinserien mit vielen Farben kann wiederum eine Mehrnadelmaschine effizienter sein.

Unser Fazit zur BERNINA B 500

Die BERNINA B 500 ist keine Maschine, die allein über die Zahl eingebauter Motive überzeugen muss. Ihr Mehrwert entsteht beim Arbeiten: geschlossene Textilien am Freiarm, genaueres Ausrichten über zwei Punkte, schneller Sticklauf und weniger Unterbrechungen durch die große Unterfadenspule. Wer diese Vorteile regelmäßig nutzt, bekommt eine fokussierte und sehr interessante Stickstation. Wer dagegen vor allem möglichst viel Rahmenzubehör oder WLAN zum niedrigeren Preis sucht, sollte die beiden Alternativen ernsthaft mitprüfen.

Lieferumfang und Verfügbarkeit: Auf der Make-ma!-Produktseite der BERNINA B 500 findest du das aktuelle Angebot inklusive der tatsächlich enthaltenen Rahmen und des deutschsprachigen Videokurses. Unser Stickmaschinen-Kaufratgeber hilft dir zusätzlich, Stickfläche, Übertragung und Maschinentyp einzuordnen. Weitere aktuelle Modelle findest du in der BERNINA-Kollektion bei Make ma!.

Quellen und Datenstand

Mark

Wohnt in Hamburg. Stammt aus Köln, absolvierte dort sein Designstudium. Hatte die Idee zu sockshype 2010, als er täglich zur einer Werbeagentur nach Düsseldorf pendelte. Gründete mit Marit 2016 Makema.de.

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